KUNST
VERMITTLUNG

Führungen für Kindergärten und Schulklassen




Anmeldung unter +43 (0)1 58816 2201 oder per E-Mail an gemaeldegalerie@akbild.ac.at


Interaktive Führungen, die speziell auf unterschiedliche Altersstufen abgestimmt sind, bieten den Kindern, Jugendlichen und Schüler_innen einen lebendigen Überblick zur europäischen Kunstgeschichte. Im Sinne von "kinesthetic learning" wird zusätzlich die Möglichkeit angeboten, vor Ort bei praktischen Übungen mit einfachen bildnerischen Materialien zu gestalten. Je nach gewünschtem Schwerpunkt oder Unterrichtsplan können neben Überblicksführungen auch einzelne Werke wie zum Beispiel Hieronymus Boschs Weltgerichts-Triptychon besonders in Betracht gezogen, oder der Fokus auf bestimmte Themen der bildnerischen Gestaltung gelegt werden.


Kindergarten, ab 3 Jahre:
Spieglein, Spieglein an der Wand
Wer will nicht ein schönes Bild von sich selbst haben? Im Museum suchen wir nach Bildern, auf denen Menschen zu sehen sind. So, wie eure Schulfotos vom Fotografen gemacht werden, ließen sich früher die Menschen von Künstlern malen. Wir begeben uns auf Entdeckungsreise und suchen nach solchen Portraits. Dabei entdecken wir ganz unterschiedliche Bilder: Eine Frau mit einem Reifrock, ein Mädchen in einem schwarzen Kleid oder auch einen Mann mit lustig-lockigen, weißen Haaren. Wir schauen sie uns genau an und versuchen herauszufinden, wer diese Personen waren und was sie gemacht haben.


1. – 4. Schulstufe:
Kaiser, König, Edelmann – Monster, Künstler, Bettelmann
Die Wiener Akademie wurde 1692 gegründet, damit Studenten einen Ort hatten, wo sie Kunst studieren konnten. Doch was lernt ein solcher Kunststudent eigentlich? Die Schüler und Schülerinnen begeben sich nun als frischgebackene Kunststudenten durch die wunderbare Welt der Kunst. Ein dialogorientierter Rundgang gibt ihnen die Möglichkeit, über 300 Jahre Kunst und Geschichte lebendig zu erleben. Anhand von Rätseln, Experimenten und zahlreicher Anschauungsmaterialien erfahren die Kinder Wissenswertes über Bildaufbau, Farbe und Motive. Wozu braucht ein Student eine Gemäldegalerie? Wie sind die Bilder hier eigentlich hergekommen? Solche Fragen und viel mehr soll im Gespräch mit den Schülern und Schülerinnen besprochen werden. Mit viel Fantasie spazieren wir durch die geheimnisvolle Monsterwelt eines Hieronymus Boschs, in den hohen Norden des Peter Paul Rubens‘ und weiter in den sonnigen Süden bis nach Venedig!


5. – 8. Schulstufe:

Akademie macht Schule: wahrnehmen – sehen – erkennen – gestalten
Täglich sind wir mit unterschiedlichsten Bildern beschäftigt, zumeist in digitaler Weise am Smartphone, oft nur ganz flüchtig. Welche Vorbilder kommen mir aber in den Sinn, wenn ich selbst zu zeichnen oder malen beginne? Mit welchen Bildthemen waren die Künstler vergangener Jahrhunderte beschäftigt? Was ist uns heute fremd und was berührt uns jetzt noch daran? Die Sammlung der Gemäldegalerie bietet einen guten Überblick und Eindruck zur europäischen Kunstgeschichte, zum Wandel der Stile und der künstlerischen Techniken. Wir nehmen die unterschiedliche Wirkung der Bilder der verschiedenen Epochen wahr, sehen die bildnerische Gestaltung wie Komposition, Perspektive, Maltechnik und -material und können uns einzelne Werke wie z.B. das über 500 Jahre alte Weltgericht von Hieronymus Bosch ganz genau ansehen. Dabei besteht die Möglichkeit, direkt vor den Originalen bei praktischen Übungen selbst zu gestalten. Die Gemäldegalerie ist dann genau das, wofür sie gegründet wurde: ein Ort zum Erforschen, Studieren und Gestalten.


9. – 13. Schulstufe:
Zwischen Todsünden und Glaubenskämpfen. Kunst als religiöse Propaganda?
Wir folgen den Spuren der Geschichte und ihrer zeithistorischen Bildsprache, im Kontext der Weltreligionen. Anhand ausgewählter Gemälde, die vom Mittelalter bis zur Epoche der Aufklärung reichen, werden wichtige Stationen in der Religionsgeschichte durchgenommen. Die Schülerinnen und Schüler erkunden die vielschichtigen künstlerischen Auswirkungen von Glaubenskämpfen. Von der Inquisition, dem Ablasshandel, der Reformation und Gegenreformation, bis schließlich zur Aufklärung werden stellvertretend Werke unter die Lupe genommen. Das Weltgericht von Hieronymus Bosch bildet dabei den Ausgangspunkt der kunsthistorischen Reise.